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Unsere Recruiting-Tipps (Teil 1) - Erstellen der Stellenanzeige

von Lena Müller, am May 11, 2020 4:35:16 PM

Wie gewinne ich als Recruiter möglichst schnell und einfach neue passende Mitarbeiter für mein Unternehmen?
Darauf gibt es mit Sicherheit viele verschiedene Meinungen und Antworten. Wir von mobileJobs unterstützen seit mehr als 6 Jahren Arbeitgeber beim Recruiting von Nichtakademikern und möchten einige Tipps teilen und HRlern bei Ihrer Mitarbeitersuche ans Herz legen. Dies ist der 1/3 Teilen unserer Recruiting-Tipps und starten mit dem Thema "Stellenanzeige": 

  • Bleiben Sie bitte authentisch und transparent

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Bleiben Sie beim Formulieren der Stellenanzeige unbedingt authentisch. Nur weil es gut klingt, sollten Sie keine Halbwahrheiten oder falschen Eindrücke kommunizieren oder erwecken. Denn jede Stellenanzeige vermittelt dem Kandidaten auch eine Erwartungshaltung an das zukünftige Arbeitsumfeld und Team. Wählen Sie also Formulierungen, die das Arbeiten in Ihrem Unternehmen widerspiegelt, damit der Bewerber weiß, was ihn erwartet. So ziehen Sie auch wirklich passende Bewerber an und verhindern schlechte Nachrede.

  • Eindeutige und verständliche Jobtitel

Im Titel einer Stellenanzeige wird meist der Jobtitel genannt und ist damit oft das erste, was ein Kandidat sieht und liest. Ziel des Titels ist es die Aufmerksamkeit und das Interesse des Betrachters auf die Stellenanzeige zu lenken. Dafür muss der Kandidat diesen aber verstehen und sich im besten Fall mit identifizieren. Außergewöhnliche Jobtitel wie “Mystery Fair Visitor (m/w/d)” ziehen vielleicht die Aufmerksamkeit auf sich, aber überzeugen längst nicht alle potentiellen Bewerber. Auf die Position “Testbesucher auf Messen”, welches die verständliche Übersetzung des oben genannten Jobtitels ist, bewerben sich mit Sicherheit ein paar mehr Kandidaten. Wählen Sie deswegen lieber bekannte und einfach verständliche Titel durch die klar wird, was gesucht wird.

  • Schaffen Sie ein möglichst reales Abbild der Arbeitswelt 

Die Entscheidung für oder gegen einen Job wird oft auf Grundlage zahlreicher Informationen getroffen. Diese können zu Beginn vor allem durch die Stellenanzeige kommuniziert werden. Am einfachsten ist es deswegen, man versetzt sich in die Lage des Bewerbers und versucht durch die Beantwortung der wichtigsten Fragen ein möglichst reales Abbild der Arbeitswelt zu schaffen:
     - Welche Voraussetzungen müssen Bewerber mitbringen?
     - Wo wird er wie oft arbeiten/eingesetzt?
     - Was sind seine/ihre Aufgaben in diesem Job?
     - Was können wir ihr/ihm als Arbeitgeber bieten?

Wenn diese und weitere Fragen mit der Stellenanzeige beantwortet werden können, wissen BewerberInnen die wichtigsten Informationen zum neuen Job und können sich für oder gegen die Bewerbung entscheiden.
Am besten können die Kollegen*innen, die diese Tätigkeit ausführen, eine Einschätzung darüber geben, ob die Anzeige realistisch, verständlich und passend formuliert ist.


  • Anforderungsliste auf's Wesentliche reduzieren

Sie würden auch bei fehlendem Schein, geringerem Sprachlevel oder fehlender Zusatzausbildung BewerberInnen beschäftigen können oder sogar bei seiner Weiterbildung unterstützen? Dann schreiben Sie dies unbedingt in Ihre Stellenausschreibung. Oder stellen Sie sich vielleicht sogar gleich die Frage: Welche Fähigkeiten sind definítiv notwendig, und reduzieren Sie die Anforderungsliste auf eine handvoll Infos. Lassen Sie Fähigkeiten, die ein “nice to have” sind, lieber weg, um potenzielle Interessenten nicht zu vergraulen. 

 

  • Butter bei die Fische - Was verdiene ich?

Bei dem stetigen Austausch mit Blue-Collar-Arbeitnehmern fällt vor allem eine Sache immer wieder auf: Sie wollen wissen, was sie am Ende des Monats verdienen. Sobald dieses nicht in einer Stellenanzeige erwähnt wird, kommt Feedback wie “Kein Mensch bewirbt sich irgendwo, wo er keine Lohnauskunft bekommt.” nicht selten vor. Das zeigt auch das Ergebnis unserer Umfrage unter Nichtakademikern, welche wir in unserer Blue Collar Deutschland Studie zu ihren Karriereperspektiven im nichtakademischen Arbeitsmarkt befragten. Und sollten Sie das Gehalt nicht preisgeben wollen, so ist vielleicht die Gehaltsbandbreite eine Option. Auch Zusatzleistungen wie ein Zuschuss zum Monatsticket oder eine Essenszulage, sind die Erwähnung definitiv wert.

 

Grundlage unseres Wissens und dieser Tipps sind unsere diversen Studien, welche Sie hier finden und kostenlos herunterladen können.

Zu unseren Studien

Themen:InsiderArtikel

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